Kommentar- Leere Kassen bei den Krankenkassen

„Millionäre werben für Wetten – und wir zahlen die Folgen“

Während die gesetzlichen Krankenkassen Alarm schlagen, Milliardenlöcher melden und den Bürgern erklären, warum Beiträge steigen müssen, läuft im deutschen Fernsehen ein ganz anderes Schauspiel: Ex‑Profis, die längst ausgesorgt haben, lächeln aus Sportwetten‑Werbung und kassieren dafür Honorare, die jenseits jeder Realität liegen.

Oliver Kahn, Lothar Matthäus und andere ehemalige Stars haben ihr Schäflein nicht nur im Trockenen – sie haben es im klimatisierten Luxusstall mit Rundumversorgung. Karriere vorbei, Vermögen gesichert, Einnahmen aus TV‑Jobs, Beraterverträgen und Werbedeals stabil. Trotzdem greifen sie noch einmal zu, wenn Wettanbieter mit sechs- oder siebenstelligen Summen winken.

Die Folgen dieser Werbung landen nicht bei ihnen. Sie landen bei uns – bei der Solidargemeinschaft.

Spielsucht ist eine anerkannte Krankheit. Die Behandlung zahlt die gesetzliche Krankenversicherung. Die Kosten steigen jedes Jahr.

Während Krankenkassen Leistungen kürzen, während Versicherte höhere Beiträge schultern müssen, verdienen Prominente mit einem Produkt, das nachweislich Sucht erzeugt. Und zwar nicht aus Not, nicht aus Existenzangst, sondern aus reiner Profitgier.

Andere Länder haben längst reagiert:

  • Spanien verbietet Prominenten Glücksspielwerbung.
  • Italien hat ein weitgehendes Werbeverbot.
  • Großbritannien schränkt massiv ein.

Deutschland dagegen lässt weiter laufen – und wundert sich über steigende Suchtzahlen und steigende Gesundheitskosten.

Die Frage, die sich viele Bürger stellen, ist simpel: Warum sollen wir höhere Beiträge zahlen, während Millionäre mit Glücksspielwerbung noch reicher werden – ohne einen Cent Verantwortung für die Folgekosten?

Solange Politik und Krankenkassen schweigen, bleibt der Eindruck bestehen: Moral ist in Deutschland Pflicht für die Kleinen – und optional für die Großen.

W.B.F.Buergerforum


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